Mittwoch, 15. März 2017

Rezension #2 - Die Zeitfalte von Madeleine L'Engle



Die junge Margaret Murry, genannt Meg, lebt mit ihrem fünfjährigen Bruder Charles Wallace, den 10jährigen Zwillingsbrüdern Sandy und Dennys und ihrer Mutter in einem kleinen Dorf. Ihr Vater wird seit längerem vermisst. Dieser hat, wie auch ihre Mutter, als Wissenschaftler gearbeitet und ist während eines Auftrages für die Regierung spurlos verschwunden. Die Dorfbewohner tuscheln über die Familie, gelten Charles Wallace und Meg doch als zurückgeblieben. Sie ahnen nicht, dass gerade Charles hochintelligent ist und auch Meg mit Zahlen und Formeln ausgesprochen gut umgehen kann. Meg selbst ist mitten in der Pubertät und kann nichts an sich schön finden, dazu noch das Gespött der Leute, welches sie immer und immer wieder mit anhören muss - sie macht keine leichte Phase durch.
Während einer stürmischen Nacht macht die Familie Murry Bekanntschaft mit einer seltsamen Frau, die sich Frau Wasdenn nennt. Einzig Charles Wallace scheint sie zu kennen. Am Tag darauf geht Charles mit Meg zu dem Haus, in dem Frau Wasdenn mit ihren zwei ebenso sonderbaren Freundinnen Frau Diedas und Frau Dergestalt lebt. Auch der 14jährige Calvin trifft dort ein, und kurz darauf erfahren die drei Kinder, wie sie Megs und Charles' Vater retten können. Zusammen brechen die sechs zu einem spannenden und wirklich phantastischen Abenteuer auf. Dazu wird die Zeit gefaltet, um an weit entfernte Planeten zu kommen. Denn auf einem dieser Planeten wartet wohl die größte Herausforderung, die die Kinder je durchstehen mussten.

Da ich dieses Buch schon als Teenagerin gelesen habe und das jetzt auch schon ein paar Tage her ist, ist dieses Buch für mich etwas Besonderes. Das Buch ist von 1962 und natürlich fällt sofort der ältere Schreibstil auf, er liest sich aber gut und charmant und ich habe es genossen, mal wieder eine ältere Geschichte zu lesen. Die Charaktere sind gut beschrieben, mehr noch, gerade Meg braucht ihre Charaktereigenschaften, um das Abenteuer bestehen zu können und das ist faszinierend. Wegen mir hätte gerade dieser Aspekt sogar noch weiter ausgebaut werden können. Auch die Intelligenz der drei Kinder kommt immer wieder durch. Charles Wallace, der zwar erst mit vier Jahren sprechen gelernt hat, dafür dann aber sofort in ganzen Sätzen sprach, Meg mit ihrem Verständnis für Zahlen und auch Calvin, der sogar eine Klasse überspringen konnte. Schön ist es auch, dass in dem Buch Werte vermittelt werden, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben und die letztlich auch der Schlüssel für den Erfolg des Abenteuers sind.


„Die Zeitfalte“ hat auch 55 Jahre nach der Erstveröffentlichung nichts von seinem Charme verloren. Der Leser bekommt eine phantasievolle Geschichte mit liebenswerten Charakteren, wundersamen Orten und ihren Bewohnern. Außerdem werden Werte vermittelt, wie etwa, dass es nicht auf das Äußere sondern auf das Innere eines Menschen ankommt.


Fünf Leser gibt es von mir für "Die Zeitfalte".

                                                              Eure

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